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Soziales

Einen Schwerpunkt im Bereich soziales Lernen gibt es in der 5. Klasse. Alle Schüler:innen des Jahrgangs nehmen am Sozialprojekt "SOS-Social Skills" teil. In den höheren Jahrgängen der Oberstufe besteht die Möglichkeit an der Reise nach Auschwitz (Polen) mit dem Verein „March of Remembrance and Hope Austria" (MoRaH) teilzunehmen. Darüber besteht für interessierte Schüler:innen die Möglichkeit, auch in der 6., 7. und 8. Klasse an sozialen Kleinprojekten, unter anderem auch mit unserem Kindergarten im Theresianum, mitzuwirken. Art und Umfang dieser Projekte werden individuell an die Interessen und Möglichkeiten der Schüler:innen angepasst.

Gruppe von drei Erwachsenen und zwei Burschen mit vollen Einkaufswagerl bei frühlingshaftem sonnigen Wetter eine Spendenurkunde in die Höhe haltend

SOS - Social Skills

Bei diesem Sozialprojekt haben die Schüler:innen der 5. Klassen die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und Verantwortung für andere zu übernehmen. Zu Beginn des Schuljahres werden ihnen die verschiedenen möglichen Einsatzbereiche vorgestellt. Anschließend wählt jede Schülerin bzw. jeder Schüler jene Organisation aus, in der sie oder er das persönliche Sozialprojekt durchführen möchte.

Signet mit zwei sich haltenden Händen in grau und dem Schriftzug SOS Social Skills im Kreis

Organisationen

Hans-Radl-Schule

Die Hans Radl-Schule lernen die Jugendlichen bei einem Lehrausgang kennen. Dabei erfahren sie, wie und wo sie sich im Nachmittagsunterricht oder in der Nachmittagsbetreuung einbringen können. Sie setzen sich mit den unterschiedlichen Einschränkungen ihrer Mitschüler:innen auseinander und lernen, wie sie unterstützend tätig sein können. Vor allem aber erleben sie, wie vielfältig Menschen sind und wie jede und jeder – entsprechend den eigenen Möglichkeiten – seinen Lebensweg gestaltet.

Young Caritas

Für die Young Caritas findet am Anfang des Schuljahres eine Sammlung von Schulsachen statt, damit Kinder, die sich diese nicht leisten können, gut ausgestattet starten können. Vor Weihnachten findet die Sammlung von Lebensmitteln (Aktion Kilo gegen Armut) statt. Diese werden von einigen Schülerinnen und Schülern in den Verteilerzentren der Caritas sortiert, verpackt und ausgegeben.

Young Caritas ermöglicht den Jugendlichen ebenfalls Tätigkeiten in den Bereichen:

  • Unterstützung obdachloser Menschen, etwa durch das Vorbereiten und Ausgeben von Mahlzeiten,
  • Mitarbeit in Tageszentren für Geflüchtete,
  • Begleitung von Senior:innen, bei der vor allem der soziale Kontakt und das Miteinander im Mittelpunkt stehen.
Verein „Ich bin ok"

Einige Schülerinnen und Schüler engagieren sich außerdem in Zusammenarbeit mit dem Verein „Ich bin OK“, der Tanzveranstaltungen für Menschen mit Behinderung organisiert. Trotz des zeitlichen Aufwandes finden sich immer wieder Theresianistinnen und Theresianisten, die über ein ganzes Schuljahr hinweg regelmäßig an Tanzkursen teilnehmen und die Tanzlehrer:innen bei der Durchführung unterstützen.

March of Remembrance and Hope Austria

Seit vielen Jahren nehmen jährlich mehrere Schülerinnen und Schüler der höheren Oberstufe des Theresianums an der Gedenkreise nach Auschwitz in Polen teil, die in Zusammenarbeit mit dem Verein March of Remembrance and Hope Austria (MoRaH) durchgeführt wird. Ziel dieses Projekts ist eine persönliche und reflektierte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sowie mit den Mechanismen von Ausgrenzung, Gewalt und Entmenschlichung, die während des Zweiten Weltkriegs zur Ermordung von Millionen Menschen führten.

Dabei steht nicht allein die historische Betrachtung der Vergangenheit im Mittelpunkt. Vielmehr richtet das Projekt den Blick bewusst auf die Gegenwart und auf die Frage, ob und in welcher Form Denk und Handlungsmuster existieren, die mit jenen vergleichbar sind, die damals wirksam waren. Das zentrale Leitmotiv des Projekts bringt diesen Anspruch klar auf den Punkt: „It’s not about them, it’s about us.“

In der Vorbereitungsphase setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit verschiedenen Formen von Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung im 21. Jahrhundert auseinander und diskutieren mögliche individuelle und gesellschaftliche Handlungsstrategien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den eigenen Erfahrungen der Jugendlichen – aus der Familie, dem persönlichen Umfeld oder dem schulischen Alltag. Persönliche Gedanken, Fragen und Unsicherheiten finden dabei bewusst Raum.

Den zentralen Bestandteil des Projekts bildet die dreitägige Reise nach Auschwitz im Sommersemester. Während dieser Zeit besuchen die Teilnehmer:innen die Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau, nehmen am Gedenkmarsch von Auschwitz nach Birkenau teil, der von der Organisation March of the Living veranstaltet wird und an den sich MoRaH anschließt, sowie am Besuch des jüdischen Viertels von Krakau mit seinen Synagogen und Erinnerungsorten.

Ein besonders eindrucksvoller Teil der Reise ist die Möglichkeit zur Begegnung mit Zeitzeug:innen sowie mit polnischen „Gerechten unter den Völkern“, die von ihren eigenen Erfahrungen erzählen und damit Geschichte auf eine zutiefst persönliche Weise erfahrbar machen.

Das Projekt ermöglicht eine sehr individuelle Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, geschieht jedoch nicht in Isolation. Die Schülerinnen und Schüler sind Teil einer tragenden Gruppe von Theresianistinnen und Theresianisten. Da an der Reise außerdem Jugendliche aus vielen Schulen teilnehmen, entsteht ein Spannungsfeld zwischen persönlichem Erleben und gemeinschaftlicher Erfahrung. Gerade in emotional besonders herausfordernden Momenten erweist sich diese Gemeinschaft als wichtige Stütze.

Den Abschluss des Projekts bilden eine gemeinsame Reflexion der Erwartungen, Erlebnisse und Eindrücke sowie die Präsentation der Erfahrungen bei einer abschließenden Veranstaltung aller Teilnehmer:innen. So wird das Erlebte nicht nur verarbeitet, sondern auch in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt.

Gruppe junger Menschen mit jüdischen Flaggen um die Schultern gelegt entlang eines Beetes mit Steinen und Erinnerungskarten